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Samstag, 18. November 2017
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Sind Ihre Rollensätze wirklich optimal in Form?
..."Fingerabdruck" bietet detaillierte Analyse Ihres Rollensatzes   

Bei der Auslegung von Rollensätzen zur Fertigung von Kaltwalzprofilen oder geschweißten Röhren haben computergestützte Konstruktions- und Analysemethoden in weite Bereiche der Industrie Einzug gehalten. Aber sind Ihre gedrehten Rollen wirklich so gut, wie es Ihnen Ihr CAD-System vorgibt? Denn oft sind es selbst minimalste Konturabweichungen, die zu Schwachstellen im Profil führen können.

Der COPRA® RollScanner ist eine vollautomatische Messeinheit für das berührungslose Vermessen von Rollensätzen von Rohrschweißanlagen und Walzprofilieranlagen. Die neue Generation des COPRA® RollScanners: kompakte Bauweise, leichte Bedienung und höchste Genauigkeit.

Die schnelle und höchst genaue Erfassung der Rollengeometrie und das automatische Erstellen eines rollentypischen Prüfprotokolls ("Fingerabdruck") bieten Ihnen eine detaillierte Analyse Ihres Rollensatzes. Schwachstellen in der Fertigungsstrecke können so leicht erkannt werden, und Sie erreichen durch gezieltes Nacharbeiten des Rollensatzes eine spürbar bessere Qualität Ihres Profils.

Die neue Generation des COPRA® RollScanners
...völlig neues Konstruktionskonzept bringt noch mehr Raffinessen

Der COPRA® RollScanner wurde für den Einsatz in industrieller Fertigungsumgebung konzipiert. Die Rollenbestückung kann entweder manuell, mit Gabelstapler oder mit einem Kran erfolgen.

Die COPRA® RollScanner folgen einem neuen Konstruktionskonzept: Basis bildet eine hochpräzise Granitplatte, auf der die Schienen für die horizontale Achse montiert sind. Auf dieser Ebene wird die Rolle verfahren. Die Kamera mit dem Messobjektiv wird auf einem senkrecht zu dieser Ebene montierten Winkel normal geführt. Dieses besteht ebenfalls aus Granit.

Durch die telezentrische Hintergrundbeleuchtung werden Reflexionen vermieden. Neu ist auch die Trennung der x- und y-Achse (Kamera auf/ab und Rolle vor/zurück). Dies reduziert mögliche Messfehler um ein Vielfaches und macht eine Kalibrierung des COPRA® RollScanners überflüssig. So werden bei einer optischen Auflösung von 4 µm Genauigkeiten von 0,01 mm erreicht.

Durch eine horizontal verfahrbare Kamera (3-Achsen Modell) wird der Fokus bei komplexen Rollen außerhalb der Mittelebene gesetzt. Dies ermöglicht das sichere Vermessen komplexer Rollen und zusammengesetzter Rollen. Die kompakte und in sich geschlossene Bauweise schützt den Scanvorgang des COPRA® RollScanner gegen externe Lichteinflüsse. Er arbeitet völlig vibrationsfrei und ist – dank des massiven Granitblocks – resistent gegen thermische Deformationen.

Vollautomatischer Scanvorgang
...berührungslose Vermessung mittels CCD-Kamera

Die Bedienung des COPRA® RollScanners ist denkbar einfach. Nach Aufsetzen der zu scannenden Rolle auf den Schlitten und Eingabe der Rollen- oder Gerüstnummer wird die Rolle automatisch vermessen.
Der Scanvorgang dauert ungefähr eine Minute (abhängig von der Rollengröße), und anschließend wird die Kontur am Bildschirm angezeigt. Die Daten können nun in gängigen Formaten, wie z.B. DXF, gespeichert und anschließend von einem CAD-System weiterverarbeitet werden.

1.  Einfaches Auflegen der Rolle auf den Schlitten – händisch, mit Gabelstapler oder Kran
2. Scannen der Rolle mit einer CCD-Kamera mit Hintergrundbeleuchtung
3. Die gemessene Rollenkontur wird von der Software angezeigt
4. Die gemessene Profilkontur wird von der Software angezeigt

Qualitätskontrolle durch rollentypischen "Fingerabdruck"
...Diagramme stellen Abweichungen der Rollenkontur dar

Der COPRA® RollScanner ermöglicht nicht nur die Registrierung vorhandener Rollen, sondern bietet auch gleichzeitig eine kontinuierliche Qualitätskontrolle.

Nach dem Scannen der Rollenkontur erhalten Sie unverzüglich einen Vergleich der gemessenen mit der tatsächlich konstruierten Kontur, sofern diese in der COPRA® Datenbank vorliegt. Die Abweichung wird wie ein rollentypischer „Fingerabdruck“ in einem Diagramm dargestellt.

Der rollentypische „Fingerabdruck“

Alle Informationen können in eine Excel-Tabelle exportiert werden und stehen so für weitere Analysen zur Verfügung.

So lässt sich auf einen Blick eine klare Aussage über die Qualität der Rollenkontur machen. Alle Informationen können in eine Excel-Tabelle exportiert werden und stehen so für weitere Analysen zur Verfügung.

Abweichung zwischen der aktuellen und der gemessenen Kontur:

Original-Abwicklungsfolgen mit Lagerrollen erstellen
...Altrollensätze durch die "Blume" simulieren und optimieren

Nachdem die gescannten Daten in der COPRA® Datenbank abgelegt wurden, steht Ihnen die originale Umformstrategie zur Verfügung und kann vom Konstrukteur für die Entwicklung neuer Profile und Rohre genutzt werden.
Die gewonnenen Daten sind insbesondere für die Analyse der Fertigungsqualität von Nutzen (siehe hierzu "Finite Elemente Analyse" mit COPRA FEA RF...)

Die Produktionskosten für Rohre und Profile können durch die Wiederverwendung von gelagerten oder ausrangierten Rollen drastisch reduziert werden. Oft stellen diese Rollen für die Produktion von neuen Rohren und Profilen ein großes ungenutztes Potential dar.

Auch hierbei wird Sie der COPRA® RollScanner bestens unterstützen. Denn im Vergleich zur manuellen Suche nach den passenden Rollen im Lager benötigen Sie nur ein Minimum der Zeit, um mit dem COPRA® RollScanner Hunderte von Rollen mit der gewünschten Kontur zu vergleichen.

Ein weiterer großer Nutzen liegt in dem Scannen von kompletten Alt-Rollensätzen. Denn nachdem die gescannten Daten in der COPRA® Datenbank abgelegt wurden, stehen Ihnen die originalen Abwicklungsfolgen (Blumen) zur Verfügung. Diese können vom Konstrukteur für die Entwicklung neuer Profile und Rohre genutzt werden.

Profitieren Sie von Ihrem "Nutzschrott"
...Reduzierung der Gesamtkosten durch Wiederverwendung 

Der große Vorteil der Wiederverwendung von gebrauchten Rollen liegt in der Kosteneinsparung bei Material und Herstellung von neuen Werkzeugsätzen.

Das Nachbearbeiten einer vorhandenen Rolle zahlt sich schnell durch Aufwandeinsparungen für das Bohren und Schleifen aus.

Denn 70% der Fertigungskosten für eine neue Rolle resultieren aus den Material- und Härtungskosten, 30% teilen sich in Ingenieur- und Zerspanungsarbeit auf. Und Erfahrungswerte zeigen, dass bei der Überarbeitung einer Altrolle nur noch ca. 15% der Gesamtkosten anfallen, da die neue Rolle in der Regel mit meist geringem Zerspanungsaufwand hergestellt werden kann. Die höchste Kosteneinsparung erzielt man bei der Verwendung von möglichst gleichartigen, etwas überdimensionierten Altrollen. Welche Rolle diese Anforderungen am besten erfüllt, sagt Ihnen die intelligente Funktion „Ähnlichkeitserkennung“ aus der COPRA® Datenbank.

Das Wichtigste in Kürze

  • Digitalisierung und Katalogisierung vorhandener Rollen
  • Berührungsloser und verschleißfreier Messvorgang
  • Automatische Konturverfolgung (keine Meßprogramme notwendig)
  • Qualitätskontrolle der Rollenkontur
  • Analyse und Überarbeitung von bestehenden Rollensätzen
  • Drehscheibe und Mess-Software für Pilger-Rollen optional erhältlich
  • Schnittstelle zu Rollendatenbanken (Kostensenkung durch Verwendung von "Nutzschrottrollen")
  • Frühzeitiges Erkennen von Schwachstellen
  • Optimierung des Fertigungsprozesses
  • Laufender Qualitätsnachweis
  • Optionale dritte Achse zum Vermessen komplexer Konturen